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Die Geschichte der Schallplatte
begann 1877 mit einer Walze |
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(siehe auch: Die Geschichte des Rock'n'Roll) |
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Bis 1925 erfolgte die Schallplattenaufnahme akustisch-mechanisch: In den
Schalltrichter, dessen Durchmesser sich nach der Art der Aufnahme richtete,
wurde hinein gesungen und gesprochen, und ein an der Aufnahmemembran
befestigter Schneidstichel grub die Schallwellen in eine rotierende
Wachsrolle. Die Nachteile waren offensichtlich: Durch Resonanzwirkung des
Trichters kam es zu Tonverzerrungen; ein Orchester oder die Solisten mussten
sich dicht um den Aufnahmetrichter gruppieren, damit die Schallschwingungen
eingefangen werden konnten; wurde ein falscher Ton gespielt oder gesungen,
musste eine neue Walze eingelegt, und das ganze Musikstück wiederholt werden.
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Alva Edison erfand 1877 den Phonographen.
Dieser funktionierte noch mit Wachswalzen mit denen man auch selbst aufnehmen konnte.
Der erste käufliche Phonograph für den Hausgebrauch, der "Edison Parlor Speaking Phonograph",
kam dann 1878 zum Preis von 20 Dollar auf den Markt. |
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Emil Berliner meldete am 26.09.1887 seine Erfindung des Grammophons zum Patent an. Die
Schallplatte war geboren, eine sehr primitive Platte mit einer
Russoberfläche, die der Erfinder nach Fertigstellung der Aufnahme
härtete, um sie wieder abspielen zu können. Auch diese Geräte waren
jedoch noch rein mechanisch mit Schalltrichter, Membran und Nadel.
Das selber Aufnehmen war jedoch nicht mehr möglich, dafür konnte der
Tonträger beliebig oft vervielfältigt werden. |
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Die erste Musikbox mit Münzeinwurf wurde am 23. November 1889 Royal in
San Francisco von Louis Glass, Direktor der Firma Pacific Phonograph Co. aufgestellt.
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Der Erfinder des Grammophons und der Schallplatte, Emil Berliner
entwickelte 1895 die mit 78 U/min
abspielbare
Schellackplatte zu einem Massenprodukt.
1898 beginnt Berliner mit der Massenproduktion. Fast 60 Jahre beherrschte
die
Schellackplatte den Markt. |
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Als erste Lautsprecher (Geräte zur Umwandlung von elektrischen
Schwingungen [tonfrequente Wechselströme] in hörbare [akustische]
Schwingungen zur Wiedergabe von Sprache, Geräuschen, Musik) dienten
Mikrofone und Grammophonschalltrichter. Das Prinzip des elektrodynamischen
Lautsprechers erfand der britische Physiker Sir Oliver Joseph Lodge 1898
mit einem besonderen Telefon: Eine zwischen den speziell geformten Polen
eines Magneten aufgehängte Spule wurde bei Stromdurchgang in Schwingungen
versetzt. Lodge verband die Spule mit einem Kohlemikrofon, das die
Schwingungen verstärkte, die schliesslich von einem Telefonhörer
wiedergegeben wurden. |
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1904 wurde nicht nur die erste doppelseitige Schallplatte, sondern, von der
Londoner Plattenfirma Neophone Company auch
die erste Langspielplatte mit einer erstaunlichen Spielzeit
von 12 Minuten und dem aberwitzigen Durchmesser von 50cm vorgeführt.
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In New-York strahlte 1907 der Amerikaner Lee de Forest die ersten regelmässigen Rundfunk
Sendungen aus. |
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Die erste Musikbox mit Vorwahleinrichtung und Schallplatten wurde 1908
vom Amerikaner John Gabel gebaut. Die Musik wurde über einen über 1 Meter grossen
Schalltrichter wiedergegeben.
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Der erste tragbare Plattenspieler war der "Decca Portable"' der von der
Firma Barnett Samuel & Co., London, 1913 hergestellt wurde. |
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Der amerikanische Elektrotechniker Edwin Howard Armstrong konstruierte 1918 den ersten Superhet
Radio. Zur Sendersuche wurde nur noch ein einziger Knopf benötigt. Der Superhet
wurde zum heute fast ausschliesslich verwendeten Typ des Rundfunkempfängers. |
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Eine neue Epoche der Aufnahmetechnik begann, als 1925 ein Team der Bell Telephone Laboratories in den USA das
elektrische Mikrofon erfand. Statt des Schalltrichters verwendete man bei der Tonaufnahme
nun das Mikrofon, das die Schallschwingungen in elektrischen Strom umwandelte. Der Strom wurde durch
eine elektrische Verstärkerröhre (1906) verstärkt; anschliessend erzeugte er (elektromagnetisch) eine mechanische
Kraft im Plattenschneidgerät. Die erste nach diesem kommerziell verwertbaren elektrischen Aufnahmeverfahren
hergestellte Schallplatte kam im April 1925 in Amerika in den Handel.
Bald veränderten sich die Grammophone, da nun auch die Wiedergabe elektrisch
über einen Verstärker und Lautsprecher erfolgte. Und wie das Mikrofon die
riesigen Schalltrichter bei der Plattenaufnahme überflüssig gemacht hatte,
so löste der Lautsprecher bei der Tonwiedergabe nun auch die
Trichter ab.
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Der erste elektrische Plattenspieler (mit Röhrenverstärker und
Lautsprecher anstelle des traditionellen Schalltrichters) war das "Brunswick
Panatrope", das
1925 von Brunswick Co hergestellt wurde. |
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Thomas Alva Edison stellte 1926 die erste Langspielplatte mit einer Spielzeit von 20 Minuten je
Plattenseite vor. Diese Laufzeit erreichte er durch eine grosse Rillendichte (16 Rillen auf 1 mm).
Das für eine
derartige Dichte erforderliche besonders widerstandsfähige Material fand er im Bakelit. Die Platten mit einem
Durchmesser von 30 cm und 80 U/min. wogen zwischen 500 und 750 g und waren 6 mm dick. |
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1927 kamen in den USA die ersten vollelektronisch betriebenen Musikboxen, heute
noch bekannt als "Juke Box", auf den Markt. Mit der Einführung von elektrostatischen Lautsprechern
wurde die Musikbox endgültig modernsten Ansprüchen gerecht und
war alsbald in jeder Gaststätte
anzutreffen.
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Am 17. September 1931 wurde die erste für die Öffentlichkeit bestimmte Langspielplatte mit 331/3
Umdrehungen pro Minute im Savoy Plaza Hotel in New York vorgestellt. Im
November 1931 erschien die erste Langspielplatte mit Beethovens 5. Sinfonie.
Es war die erste Schallplatte, die ein ganzes Orchesterwerk enthielt. |
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Die erste Stereoschallplatte
der Welt wurde nach einem von dem englischen Wissenschaftler Alan Dower
Blumlein entwickelten stereophonischen Aufzeichnungsverfahren 1932
geschnitten. Für eine Vermarktung dieser Erfindung war jedoch die Zeit noch
nicht reif. |
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Die ersten Schallplatten in Highfidelity-Qualität wurden im Dezember 1944
von der englischen Firma Decca herausgebracht. Der erste HiFi-Plattenspieler "Decca Picadilly"
wurde 1945 ausgeliefert. Er verfügte über einen Frequenzbereich von 50Hz bis
14 KHz. |
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21. Juni 1948. Der
ungarisch-amerikanische Physiker Peter Carl Goldmark stellte auf einer Händlertagung
in Atlantic City für Columbia Broadcasting System Inc. (CBS) die moderne Schallplatte
aus Kunststoff auf Vinylbasis mit einem Durchmesser
von 30 cm mit 33 1/3 U/min und Mikrorillen (100 Rillen/cm) vor. |
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Ende 1948
brachte die Radio Corporation of America (RCA), die erste Single
mit 45 U/min und 16 cm Durchmesser auf Vinylbasis heraus.
Kleiner, leichter und nicht so
zerbrechlich wie die Schellack Platte und eine bislang unerreichte
Tonqualität führten den neuen Tonträger zum Erfolg.
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1951 wurde die erste Musikbox für Vinyl-Singles gebaut.
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Die allererste
Rock'n'Roll Platte überhaupt (Crazy Man Crazy von Bill Haley)
wurde gleich zum Millionenhit! und machte damit das Jahr 1953 zum
Geburtsjahr des Rock'n'Roll! |
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Ebenfalls im Jahr 1953 verdrängte die
Vinyl
Single endgültig die Schellackplatten. Der Ideale Tonträger für 2 Titel
(Vor- und Rückseite) führte zu einem wahren
Musikboxen Boom. Auch in den Charts waren fortan nur noch 45er Titel
anzutreffen.
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Obschon bereits 1932 erfunden, kommt erst
ab 1958 die Stereoschallplatte in den Handel. Ausserdem
sind jetzt auch
brauchbare Aufnahmen auf Band möglich. Die ersten Filme mit Stereo-Ton erscheinen.
Ab 1961 werden die ersten Rundfunksendungen in Stereo
ausgestrahlt.
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Auf der Grundlage der Computertechnik wird die
Digitalschallplatte erfunden. Nach fast zehnjähriger
Gemeinschaftsentwicklung des japanischen Sony- und des niederländischen
Philips-Konzerns war 1979 die Compact Disc und der
CD-Player anwendungsreif.
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Die Compact Disc (CD) kam
jedoch erst
1983 auf den Markt.
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1985
präsentierte die Sony Corporation, Tokio, den ersten tragbaren
CD-Player. |
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Seit 1988 gibt es die
Mini Compact Disc (Mini-CD) mit einem Durchmesser von 8 cm und einer
Spieldauer von 20 Minuten. So ganz hat sich dieser Tonträger aber nie
durchsetzen können.
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Schon seit 1995 kann im Internet
eine Software mit dem Namen MP3 herunter geladen werden.
Karlheinz Brandenburg hat das Musikkomprimierungsverfahren für das
Fraunhofer-Institut in Erlangen (D) erfunden. Trotz ziemlich reduzierter
Tonqualität ist - Internet sei dank - MP3 heute das meistverwendete Musik
Format überhaupt. Sogar DJs spielen Ihre Songs mittels MP3 vom Laptop,
PDA oder MP3-Player.
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Und ebenfalls seit 1995 schliesslich
kann Musik (und andere Daten) mit speziellen CD-Recordern oder dem PC
von Jedermann auch direkt auf CD-R mit einer Spielzeit von bis
80 Minuten aufgenommen werden.
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Seit 1999 kann man Musik (und andere Daten) sogar auf DVD Medien
brennen. Die Digital-Technologie hat die Analog Technik fast komplett
verdrängt. |
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2007 - trotz allen technischen Innovationen konnte jedoch die hohe
musikalische Tonqualität der Schallplatte (noch) nicht erreicht werden. Die
Schallplatte hat noch lange nicht ausgespielt.
Nicht nur Freaks (wie ich) hegen und pflegen noch grosse Sammlungen. Auch
die Freunde von Musikboxen suchen an Flohmärkten, Börsen und in Oldies-Shops
nach alten Singles als Futter für Ihre Jukeboxen. Und ausgerechnet den
modernen Dance-Floor und Techno DJ's ist es zu verdanken, dass
auch im Jahre 2006 immer noch viele Vinyl-Scheiben, vor allem Maxi-Singles,
produziert werden. Und nicht zuletzt, gibt es immer wieder Bands und
Musiker, vor allem in den USA, die neben den CDs auch noch LPs herausgeben -
und zum grossen Glück werden auch noch Plattenspieler hergestellt. Also:
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lang lebe die Schallplatte! |
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©
Andy Bucher |